Teppichboden Tipps und Ideen
Der Teppichboden fühlt sich auch barfuß super angenehm an. Dadurch ist er besonders im Schlafzimmer beliebt. Velours und Hochflor sind der Inbegriff von Gemütlichkeit. Von Allergikern werden sie aber häufig gefürchtet. Doch moderne Fasern aus Polyamid binden Feinstaub und tragen deshalb sogar zu einem guten Raumklima bei.
Ein Teppichboden ist obendrein ein natürlicher Schallschlucker. Ideal also fürs Büro oder Kinderzimmer. Nadelfilz Teppichböden sind dabei extrem robust. Ihnen können auch die Rollen des Schreibtischstuhls so schnell nichts anhaben.
Flor bezeichnet die Fasern des Teppichbodens. Anhand dieser Faserarten wird der Teppichboden kategorisiert. Flachgewebe kommt ganz ohne abstehende Fasern aus und sind dadurch besonders langlebig und robust. Hochflor fühlt sich hingegen besonders weich und angenehm an. Schlingenteppiche verfügen über eine geschlossene Struktur, was sie besonders schmutzunempfindlich macht. Velours überzeugt, aufgrund aufgeschnittener Schlingen, mit einer samtigen Oberfläche.
Teppichböden gibt es heute in einer Vielzahl an Farben, Designs und Muster. Damit kannst Du Deiner Fantasie freien Lauf lassen. Klassische Gegensätze sorgen für ein ausgeglichenes Gesamtbild. Schwarzer oder grauer Teppichboden ist die perfekte Ergänzung zu hellen oder weißen Wänden, creme- und sandfarbener Teppich passt im Gegenzug zu dunkleren Wänden. Aber auch Abstufungen einer Farbpalette ergeben ein harmonisches Gesamtbild. So fügt sich z.B. ein beiger Teppichboden perfekt in ein Ton-in-Ton gehaltenes Wohnkonzept mit natürlichen Beigetönen ein.
Sprenkel Muster versprühen einen Hauch von Nostalgie und passen sowohl ins Retro-Wohnzimmer als auch in kreative Kinderzimmer. Ein bicolores Zickzack- Muster, welches an das bei Holzböden klassische Fischgrät erinnert, sorgt im Handumdrehen für mehr Dynamik im Raum.
Teppiche in Grau oder Anthrazit passen zum urbanen Loftstil und verleihen den sonst sehr kalten Beton-Nuancen eine warme Gemütlichkeit. Nicht nur im Kinderzimmer darf es auch verspielt sein. Knallige Farben und einzigartige Designs bringen frischen Wind in Dein Zuhause. Besonders Vorwerk Teppichböden bieten Dir eine beeindruckende Farbvielfalt.
Tipp: Materialmix
Mit einer Kombination aus Teppichboden und einem anderen Bodenbelag kannst Du größere Räume optisch teilen. Dadurch lassen sich zum Beispiel Nischen gemütlich gestalten oder die offene Wohnküche vom Essbereich trennen. Teppichfliesen können dabei die Verlegung vereinfachen.
Wie verlegt man Teppichboden richtig?
Teppichboden kann entweder vollflächig verklebt oder fixiert werden. Welche Methode für Dich infrage kommt, hängt von der Fläche ab, auf die der Teppich verlegt werden soll. Die Fixierung des Teppichbodens bietet zudem den Vorteil, dass er rückstandslos entfernt werden kann. Das ist nicht nur dann praktisch, wenn der Bodenbelag eine kurzfristige Lösung darstellt, wie zum Beispiel in einer Mietwohnung.
Teppichboden verlegen in 6 Schritten
Moderne Teppichböden sind oft mit einem Vliesrücken versehen. Daher lassen sie sich besonders einfach mit Klettband fixieren. Eine vollflächige Verklebung ist dann gar nicht notwendig. Egal, ob Fixierung oder Verklebung, das Verlegen von Teppichboden erfolgt in diesen 6 Schritten.
Ausmessen und Vorbereiten des Raums
Bevor es mit dem Verlegen losgehen kann, musst Du den Raum vermessen. Dafür misst Du jeweils an der längsten und an der breitesten Stelle. Achte darauf, auch Nischen für Heizkörper oder Ähnliches nicht außen vor zu lassen. Damit am Ende der Teppichboden nicht ausgeht, addierst Du etwa 10 Zentimeter als Verschnitt obendrauf.
Anschließend bereitest Du den Untergrund vor. Dafür muss der alte Bodenbelag vollständig entfernt werden. Das beugt Schimmel und Milben vor. Damit der Untergrund am Ende sauber, eben und trocken ist, füllst Du Löcher und Risse mit Spachtelmasse aus und lässt diese gut trocknen.
Akklimatisierung und Ausrichtung des Teppichbodens
Der Teppichboden ist geliefert, der Untergrund vorbereitet. Dennoch kannst Du nicht direkt losstarten. Denn der Teppichboden muss sich erst akklimatisieren. Dafür solltest Du ihn 12 bis 24 Stunden im Raum ausgerollt liegen lassen. Das verhindert, dass sich später Wellen bilden oder der Teppichboden sich nach dem Verkleben unschön verzieht.
Damit der Teppichboden sich später einheitlich anfühlt und Du ein schönes Gesamtbild erzielst, muss der Flor jeder Bahn in dieselbe Richtung zeigen. Wähle die Richtung am besten so, dass der Flor zur Hauptlichtquelle weist, so vermeidest Du Schattenbildung.
Das grobe Zuschneiden
Jetzt geht’s ans Zuschneiden. Dafür drückst Du den Teppich fest in die Kanten und schneidest die Bahnen mit einem Teppichmesser grob vor. Lass dabei einen 10 Zentimeter breiten Rand an den Wänden überstehen. An Innenecken kannst Du den Teppich diagonal einschneiden. Schneide dabei nicht bis zum Boden durch. So lässt sich der Teppich besser in die Ecke drücken.
Vollflächige Verklebung bzw. Fixierung
Vollflächige Verklebung
Wenn Du Dich für eine vollflächige Verklebung entscheidest, brauchst Du ungefähr 600 Gramm Teppichkleber für einen Quadratmeter. Dafür klappst Du den zuvor ausgelegten Teppichboden zur Hälfte um und trägst den Kleber mit einem Spachtel mit Zahnung gleichmäßig auf den Untergrund auf. Lass ihn anschließend kurz auslüften.
Der Teppichboden wird dann in das nasse Klebebett gelegt. Um Lufteinschlüsse zu vermeiden, streichst Du den Teppichboden von der Mitte zu den Rändern hin glatt aus. Als Hilfsmittel kannst Du dafür eine schwere Walze benutzen. Im Anschluss ist die zweite Hälfte des Teppichbodens an der Reihe.
Fixierung
Entscheidest Du Dich, den Teppichboden zu fixieren und nicht zu verkleben, benötigst Du doppelseitiges Klebeband oder Klettbänder. Bei kleineren Räumen reicht eine Fixierung an den Rändern des Teppichbodens. Bei größeren Flächen legst Du das Klebe- oder Klettband auch über Kreuz. Auch hier drückst Du den Teppichboden mit einer Walze fest an den Untergrund.
Tipp: Herstellerhinweise beachten
Wie lange der Teppichkleber auslüften muss, hängt vom Produkt ab. Entsprechende Hinweise findest Du im Datenblatt des Herstellers.
Feinschliff
Nachdem Du zunächst den Teppich nur grob zugeschnitten hast, geht es jetzt ans Detail. Dafür schneidest Du den überstehenden Rand an den Wänden mit einer scharfen Klinge und einem Teppichlineal präzise ab.
Damit keine unschönen Lücken zwischen zwei Bahnen entstehen, legst Du die Bahnen 3 bis 5 Zentimeter überlappend aufeinander. Mit einer Trapezklinge schneidest Du dann beide Schichten gleichzeitig durch. Dadurch passen die Kanten am Ende exakt aufeinander.
Auch an Türzargen ist Feinschliff gefragt. Drücke dafür mit der stumpfen Seite einer Schere den Teppich fest an die Zarge und schneide anschließend mit einem Überstand von 0,5 Zentimeter den Teppich ab. Den überstehenden Rest schiebst Du unter den Rahmen.
Gesamtbild abrunden
Bei Teppichböden eignet sich für den Übergang an Türen sogenannte Teppichkantengreifer. Diese Schienen halten den Teppich auf Spannung, sodass sich auch mit der Zeit keine Falten bilden können. An den Wänden verdecken Sockelleisten die Schnittkanten.
Teppichfliesen verbinden zwei Welten miteinander: Du erhältst die Dämmung und den Komfort von Teppich und die vielfältigen Möglichkeiten einer Fliese. Denn mit Teppichfliesen ist jedes Fliesenverlegemuster denkbar. Ganz egal, ob Schachbrett, Kreuz-, Halb- oder Diagonalverband.
Vorbereitung und Akklimatisierung der Teppichfliesen
Beim Verlegen der Teppichfliesen gehst Du zunächst gleich vor wie beim Teppichboden. Auch dieser Bodenbelag muss sich im Raum akklimatisieren. Ideal sind 24 bis 48 Stunden vor der Verlegung, beachte hier aber auch die Herstellerangaben. Für die Vorbereitung des Untergrunds gilt, alter Teppichboden eignet sich nicht und muss zunächst entfernt werden. Anschließend gleichst Du Unebenheiten am Untergrund aus.
Teppichfliesen verlegen
Beim Verlegen beginnst Du vom Eingang des Raumes aus. Teppichfliesen sind selbst liegend und müssen daher nicht vollflächig verklebt werden. Für mehr Stabilität klebst Du die erste Reihe allerdings mit Klebeband fest, an dieser werden die nachfolgenden Reihen ausgerichtet. Die erste Reihe Teppichfliesen muss ganz gerade sein. Nur so schaffst Du am Ende ein harmonisches Gesamtergebnis. Damit das klappt, kannst Du eine Schlagschnur nutzen. In einem rechteckigen Raum orientierst Du dich ganz einfach an der Wand.
Achte darauf, die Fliesen so dicht zu verlegen, dass sie aneinander anstoßen. Auch hier ist die Florrichtung zu beachten. Teppichfliesen sind meist mit einem Pfeil an der Unterseite gekennzeichnet, dieser gibt an, in welche Richtung der Flor zeigt.
Tipp: Klebeband für mehr Stabilität
Auch in Bereichen wie Tür oder Schreibtisch, die stark beansprucht werden, kannst Du zusätzlich mit Klebeband arbeiten. Das beugt dem Verrutschen der Teppichfliesen vor und sorgt so für ein langlebiges Ergebnis.
So gelingt der Randschnitt
Lücken zum Rand hin schließt zu mit entsprechend zugeschnittenen Teppichfliesen. Ein exakter Wandabschluss gelingt am besten, indem du die Fliese, die Du zuschneiden möchtest, umgedreht auf die letzte bereits verlegte Fliese passgenau auflegst.
Dann nimmst Du das Maß der Lücke, indem Du eine weitere Fliese als Schablone direkt an die Wand anlegst und über die umgedrehte Fliese schiebst. Entlang dieser Kante ritzt Du die untere Fliese mit einer Trapezklinge an, knickst sie an der Markierung leicht ab und durchtrennst sie schließlich mit der Hakenklinge vollständig. So erhältst Du ein perfekt passendes Randstück, das bündig mit der Wand abschließt.
Fazit: Teppichboden verlegen
Der Teppichboden kommt zurück. Moderne Farben, verspielte Muster und dezente Strukturen schaffen für jeden Raum den passenden Teppichbelag. Zudem dient er als natürlicher Schallschlucker, fühlt sich barfuß angenehm an und ist dank neuer Fasern auch für Allergiker geeignet. Auch die Verlegung ist denkbar einfach und kann auch von weniger erfahrenen Heimwerkern in wenigen Schritten gemeistert werden.





















