Wie bekomme ich meine Fliesen wieder richtig sauber?
Beim Reinigen des Bodens ist es wichtig, die richtige Reihenfolge einzuhalten. Kleine Partikel wie Sand, Staub oder Dreck können beim Nasswischen wie Schmirgelpapier auf den Fliesen wirken. Um Kratzern vorzubeugen, muss Dein Fliesenbelag vorab gründlich von trockenem Schmutz befreit sein.
Um Schlieren zu vermeiden, nutze lauwarmes Wasser anstelle von kochendem oder heißem Wasser. Die meisten modernen Reinigungsmittel sind kaltaktiv. Heißes Wasser verdunstet schnell am Boden, während die Reste des Reinigungsmittels als hässliche Schlieren übrigbleiben.
Nutze lieber weniger Reinigungsmittel. Denn zu viel Reinigungsmittel bleibt als unsichtbarer Film zurück, an dem sich Staub und Schmutz umso besser festsetzen können. Dadurch entstehen unschöne Verläufe und das saubere Ergebnis ist nicht von langer Dauer. Solltest Du doch mal zu viel Mittel erwischt haben, kannst Du es mit einem Lappen wieder aufnehmen. Dafür nimmst Du in einem zweiten Wischdurchgang nur lauwarmes Wasser.
Fliesen sind in der Regel resistent gegenüber Nässe und Feuchtigkeit. Dennoch solltest Du Deinen Boden nie nass wischen, sondern nur nebelfeucht. Achte daher darauf, Deinen Lappen immer gut auszuwringen. Anstelle von Lappen oder Mopp kannst Du Deine Fliesen auch mit einem Dampfreiniger putzen. Warte bis der Boden vollständig getrocknet ist, bevor Du ihn wieder begehst. So verhinderst Du Fußabdrücke.
Tipp: Reinigen nach dem Verlegen
Reste von Beton oder Zement kannst Du mit einem Zementschleierentferner ganz einfach entfernen. Dieser Reiniger eignet sich aber nicht für die regelmäßige Reinigung. Unbedingt auch hier auf die Herstellerangaben achten, da die Reiniger oft säurehaltig und somit nicht für Naturstein geeignet sind.

Was ist das beste Putzmittel für Fliesen?
Je nach Material und Brennvorgang reagieren Fliesen unterschiedlich auf Säure und Nässe. Achte daher bei der Wahl Deines Reinigungsmittels immer auf die Herstellerangaben. Gerade bei Natursteinfliesen solltest Du auf Säure komplett verzichten.
Naturstein bringt pure Eleganz in jeden Raum, ist beim Reinigen aber ein wenig anspruchsvoll.
Essig, Zitronensäure, Allzweckreiniger oder aggressive Kalklöser sind der Feind von Marmor und Kalkstein. Die Säure greift die Oberfläche an und am Ende entstehen stumpfe, matte Flecken, die sich nicht mehr entfernen lassen.
Nutze daher für die regelmäßige Pflege ausschließlich lauwarmes Wasser und einen speziellen Natursteinreiniger oder einen pH-neutralen Edelsteinreiniger. Auch eine milde Schmierseife funktioniert bei vielen Steinarten gut. Achte allerdings auf eine sehr sparsame Dosierung. Verwende weiche Baumwolltücher oder spezielle Mikrofaserlappen, die für Naturstein freigegeben sind. Zu grobe Schwämme können feine Kratzer auf polierten Oberflächen hinterlassen.
Tipp: Sofort reagieren
Wische verschütteten Rotwein, Kaffee oder Saft auf Naturstein sofort weg. Da der Stein offenporig ist, ziehen Flüssigkeiten schnell ein und hinterlassen tiefe Flecken, die sich nur schwer wieder entfernen lassen.
Keramikfliesen verzeihen beim Putzen nahezu alles. Hier kannst Du bei leichter Verschmutzung auf Allzweckreiniger oder Spülmittel zurückgreifen. Um Kratzer zu vermeiden, nutze einen weichen Schwamm oder ein Mikrofasertuch. Reinigungsmittel lässt sich auf Wandfliesen zudem einfach mit einer Sprühflasche auftragen. Küchen- oder Badezimmerfliesen reinigst Du am besten immer mit den Armaturen zusammen. Das verhindert, dass sich Kalk oder Schimmel an den Rändern bilden.
Tipp: Schmierseife gegen Fettflecken
Gegen Fettspritzer in der Küche hilft Schmierseife. Aber Vorsicht: Rückfettende Reiniger können einen Film auf die Oberfläche der Fliesen legen. Dieser zieht Staub magisch an. Daher nur vereinzelt auf sehr hartnäckigen Flecken nutzen. Für großflächige Verschmutzungen eignen sich Feinsteinzeugpflegereiniger besser.

Raue oder strukturierte Fliesen haben eine tolle Haptik, halten Schmutz aber hartnäckiger fest. Mit einem normalen Wischtuch kommst Du hier nicht weit. Nutze eine weiche Bürste oder einen Schrubber, um den Schmutz aus den Vertiefungen zu lösen, und nimm das zurückbleibende Schmutzwasser danach mit einem saugfähigen Mikrofasertuch auf.
Badezimmerfliesen reinigen bedeutet oft auch gründlich Kalk entfernen. Das gelingt Dir am besten mit Säure. Dafür mischt Du Essigessenz oder Zitronensäure mit Wasser in einem Verhältnis von 1 zu 3. Dann sprühst Du Deine Badezimmerfliesen damit ein. Nach einer Einwirkzeit von wenigen Minuten wischt Du mit kaltem Wasser einmal nach. Mit einem trockenen Mikrofasertuch kannst Du die Fliesen anschließend trocknen. Das verhindert Wasserflecken.
Säure greift zementhaltige Fugen an. Bevor Du mit der Kalkbehandlung beginnst, musst Du daher Deine Fugen mit klarem Wasser anfeuchten. Das verhindert, dass die Fugen die Säure aufnehmen können.
Bei Naturstein gilt wieder: keine Säure verwenden! Auf Marmorfliesen kannst Du Kalk mit Poliermasse in die Politur einarbeiten, sodass er unsichtbar wird. Für andere Natursteinfliesen kannst Du ihn vorsichtig mit einem Ceranfeldschaber abtragen. Für strukturierte Flächen eignet sich auch feine Stahlwolle.
Tipp: Kalk vorbeugen
Nutze nach jeder Dusche einen Abzieher. Durch das Abziehen der Fliesen im Badezimmer verhinderst Du, dass sich Kalkflecken erst bilden können.
Für normal verschmutze Fliesen und die regelmäßige Reinigung benötigst Du meist keinen Spezialreiniger oder chemische Mittel. Neben Zitronensäure oder Essig gegen Kalk helfen Natron und Backpulver optimal gegen Fett und Schmutz-Krusten. Waschsoda kann zudem einen stark verschmutzen Küchenboden von Fett befreien.
Wie bekomme ich hartnäckige Flecken auf Fliesen weg?
Flecken, die mit dem normalen Wischtuch oder Mopp nicht entfernt werden können, kannst Du ebenfalls mit Hausmitteln auf den Leib rücken. Auf eingetrocknete Fettspritzer gibst Du einfach eine Paste aus Natron und etwas Wasser. Lass diese Paste anschließend ein paar Minuten einwirken und wische sie dann mit einem feuchten Schwamm ab.
Wachs oder Kaugummi kannst Du mit einem Kühlakku ‘einfrieren’. Dadurch wird das Material spröde und lässt sich anschließend vorsichtig mit einem Holzschaber abtragen. Rostflecken kannst Du mit Zitronensäure beträufeln und nach einer kurzen Einwirkzeit mit einem sauberen Lappen abwischen. Achtung: Nicht bei Naturstein, da diese eben auf Säure empfindlich reagieren.
Wie reinige ich meine Fugen?
Fugen tragen zum Gesamtergebnis maßgeblich bei. Dadurch, dass Fugen meist leicht vertieft liegen, sammelt sich hier der Dreck besonders gut an. Mit Backpulver oder Natron bekommst Du selbst stark verschmutze oder vergraute Fugen wieder sauber.
Dafür stellst Du mit Wasser und Natron oder Backpulver einen cremigen Brei her. Diesen trägst Du auf den Fugen auf und arbeitest ihn mit einer speziellen Fugenbürste oder Zahnbürste gründlich ein. Lass ihn anschließend etwa 15 Minuten einwirken und spüle ihn dann mit klarem Wasser ab.
Prüfe beim Reinigen der Fliesen und Fugen dennoch regelmäßig, ob der Fugenmörtel noch intakt ist. Poröse Fugen können dazu führen, dass Wasser in die Zwischenräume eindringt und Schimmel sich bilden kann. Daher sollten Fugen regelmäßig geprüft und gegebenenfalls erneuert werden.
Fazit: So reinigst Du Deine Fliesen richtig
Fliesen sind generell sehr pflegeleicht. Herkömmliche Reinigungsmittel, Staubsauger oder Kehren sorgen hier bereits für ein gutes Endergebnis. Dennoch gilt es vor allem bei Naturstein darauf zu achten, keine säurehaltigen Reiniger zu benutzen. Diese können die Oberfläche angreifen. Neben chemischen Reinigern bekommst Du Deine Fliesen auch mit Hausmitteln wie Natron oder Waschsoda strahlend sauber.











